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30.07.2007 / Inland / Seite 4

Prinzip Geisterstadt

Hunderte protestierten in Bad Nenndorf gegen Neofaschisten. In Cottbus hieß die Devise der bürgerlichen Parteien: Wegsehen. Überfall in Ueckermunde

Reimar Paul und Wera Richter
Im niedersächsischen Bad Nenndorf und in Cottbus konnten am Sonnabend jeweils knapp 200 Neofaschisten unter Polizeischutz marschieren.
In Bad Nenndorf führte ein sogenannter Gedenkmarsch der Neonazis vom Bahnhof zum Kurhaus »Wincklerbad«. Dort, so die Rechten in ihrem Aufruf, habe der britische Militärgeheimdienst nach 1945 ein »grausiges Folterlager« unterhalten. In dem Camp waren bis 1947 rund 400 Nazis interniert, die meisten von ihnen waren mutmaßliche Kriegsverbrecher.
Gegen den Aufzug demonstrierten rund 500 Antifaschisten. Die ersten Protestaktionen gab es bereits am Morgen im Nenndorfer Bahnhof, wo rund 150 Gegendemonstranten einen Bahnsteig blockierten und so die Anreise vieler Neofaschisten erheblich verzögern konnten. Polizeieinheiten drängten die Blockierer aber schließlich ab. Der Start der antifaschistischen Demo verzögerte sich, weil die Polizei, die mit etwa 1000 Beamten im Einsatz war, Vermummung und angeblich nicht genehmigte Seitentranspa...

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