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26.07.2007 / 73 / Seite 15

Unter dem Hammer

Die neue Sorge der Ärztekammer: Ein Online-Auktionshaus für medizinische Leistungen, die von den Kassen nicht bezahlt werden

Jana Illhardt
Erst kam eBay, dann My-Hammer.de, seit April gibt es nun auch ein Online-Auktionshaus für Schönheitsoperationen, genauer: für medizinische Leistungen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden. Die Seite heißt opor.de. Betrieben wird sie von drei jungen Männern in Berlin, die mit Medizin ansonsten nicht viel am Hut haben. Sie funktioniert nach dem bewährten Prinzip: Patienten geben mit der Anmeldung an, welchen Eingriff sie vornehmen lassen wollen. Registrierte Ärzte haben dann sieben bis 14 Tage Zeit, sich preislich zu unterbieten. Nach Ablauf der Auktion bekommt der Patient die fünf billigsten Angebote zugestellt und wählt seinen »favourite Arzt«. Das kann der mit den meisten positiven Bewertungen sein. Oder der billigste.

Mensch oder Zaun

Oft dürfte letzteres der Fall sein, befürchtet man bei der Ärztekammer Berlin. »Wenn die billige Versteigerung medizinischer Behandlungen im Internet zur Normalität wird, sinkt automatisch die Hemmschwelle der P...

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