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20.07.2007 / Ansichten / Seite 8

Armut per Schikane

Arbeitslose: Sperrzeitenrekord

Von Arnold Schölzel
Sage keiner, die Bundesagentur für Arbeit verzeichne keine Erfolge: Im ersten Halbjahr 2007 strich sie, so eine Meldung vom Donnerstag, 307000 Erwerbslosen zeitweilig die Stütze. Das sind 77300 oder 34 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Betroffenen hatten sich zu spät arbeitslos gemeldet. Die Regelungen waren im vorigen Jahr verschärft worden. Wer sich nicht spätestens drei Monate vor dem Beginn seiner Arbeitslosigkeit bei der Agentur meldet, dem wird das Arbeitslosengeld I für eine Woche gestrichen. Das hat ausgezeichnet geklappt. Zumindest zeitweilig sank so die Arbeitslosenzahl um insgesamt 300000 Personen.

Die Grotesken der Erwerbslosenstatistik gehören zur Medienfolklore, aber sie sind Nebensache. Die Hauptaufgabe der Arbeitsagentur ist – wie die Meldung belegt – die Abschreckung von Arbeitslosen mit allen Mitteln. Verwaltungschaos, inkompetente Sachbearbeiter, Verweigerung vo...


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