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12.07.2007 / Inland / Seite 5

Wie Petra Roth zur Antifaschistin mutierte

Die Oberbürgermeisterin von Frankfurt a. M. fordert das Verbot der NPD. Den Neonaziaufmarsch am vergangenen Samstag wollte sie aber nicht verbieten

Gitta Düperthal
Wie hat Petra Roth (CDU) das bloß geschafft? Der Landtagswahlkampf in Hessen hat bereits begonnen – und nun läßt sich die Oberbürgermeisterin von Frankfurt a. M. landauf, landab als kämpferische Antifaschistin feiern. Roth, die auch Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages ist, will in dessen Präsidium im September sogar für ein Verbot der NPD votieren. Die Strategie der Oberbürgermeisterin scheint dank des extremen Kurzzeit-Gedächtnisses vieler Medien sogar von Erfolg gekrönt.

Wie kommt diese Legende zustande? Fassen wir die Chronik der Ereignisse zusammen: Im Vorfeld des Neonaziaufmarsches am Samstag hatte die Frankfurter Stadtregierung nicht einmal den Versuch unternommen, die Aktion der NPD verbieten zu lassen. Roth hatte verkündet, die schwarz-grüne Koalition befürchte, das Verbot könne vor Gericht keinen Bestand...

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