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12.07.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Warten auf Domino

Derivate sind der Renner im globalen Casino. Gehandelte Volumina werden auf 1600 Billionen US-Dollar geschätzt. Ein kräftiger Schubs könnte genügen

Steffen Bogs
Die Weltfinanzmärkte stehen unter Druck. Der Dollar schwächelt, in den USA, Großbritannien oder Spanien verfallen die Immobilienmärkte, deren Wachstum in den vergangenen Jahren dort einen Boom vorgetäuscht hatte. Gewaltige Ungleichgewichte belasten den Welthandel, zahlreiche Staaten leiden unter drückenden Leistungsbilanzdefiziten, und die Supermacht türmt Schulden auf Schulden. Immer mehr Ökonomen, Banker und Finanzpolitiker sehen jedoch Gefahr für die Stabilität der Weltfinanzen durch die ausgeuferten Aktivitäten des spekulativen Kapitals – der sogenannten Derivate und ihrem Handel. Eine gewichtige Warnung kam kürzlich von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die allgemein als Bank der Zentralbanken gilt.

»Praktisch sah niemand die Depression der dreißiger Jahre oder die Krisen voraus, die Japan und Südostasien in den frühen und späten neunziger Jahren heimsuchten. Im Gegenteil. Viele Kommentatoren damals wie heute, waren der Meinung, da...

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