23.06.2007 / Feuilleton / Seite 13

Homos, helau

Berlins unpolitische CSD-Paraden

Markus Bernhardt
Wer sich am heutigen Samstag in Berlin auf die Straße begibt, könnte versucht sein, »helau« zu rufen. Rund um den Ku’damm und die Karl-Marx-Allee werden sich ab 12 Uhr einige tausend Lesben und Schwule tummeln. Zwei voneinander unabhängige Paraden zum Christopher-Street-Day (CSD) sind angekündigt.
Entstanden ist der CSD zum Gedenken an Lesben, Schwule und Transsexuelle, die sich am 28. Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street gegen Polizeiübergriffe und Razzien zur Wehr setzten. Seit einigen Jahren erinnert das bunte Treiben rund um den CSD bestenfalls an rheinische Karnevalsumzüge. Der feine Unterschied: Das närrische Treiben ist deutlich politischer als die CSD-Paraden. Während die Närrinnen und Narren in den Karnevalshochburgen die herrschenden Verhältnisse samt ihrer Apologeten auf die Schippe nehmen und in der Vergangenheit unter an...

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