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11.06.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

»Priorität hat stets die Ereignisnähe«

Warum Fernsehjournalisten in ihren Berichten zum G-8-Protest häufig zur Ordnungsmacht halten. Ein Interview mit Martin Kessler

Gitta Düperthal
Martin Kessler ist Dokumentarfilmer, freier Fernsehjournalist aus Frankfurt am Main und Autor von »Neue Wut«

Wie kommt es, daß die Wahrnehmung von aktuell berichtenden Fernsehjournalisten oft auf die Polizeiversion hinausläuft?

Ich möchte das an einem Beispiel schildern. Selbst der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele sagt, daß er nach dem G-8-Gipfel 2001 in Genua vermutete, daß verdeckte Provokateure von der Polizei unter den Demonstranten waren. Was sich im Nachhinein bestätigte. Ströbele und andere halten das auch in bezug auf Rostock für möglich und fordern eine intensive Untersuchung. Die Frage ist, warum werfen eigentlich Journalisten hierzulande nicht ein kritischeres Auge auf solche Vorgänge und recherchieren. Meiner Ansicht nach gibt es folgendes Problem: Aktuell berichtende Fernsehjournalisten müssen ständig die Themen wechseln. Priorität hat stets nur die Ereignisnähe. Viele haben sich beispielsweise mit politischem Widerstand, zivilem Un...

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