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01.06.2007 / Feuilleton / Seite 12

Zurück ins Mittelalter

Polens neuer Kanon der Schulliteratur

Tomasz Konicz
Das polnische Bildungsministerium präsentierte am Mittwoch einen neuen »Kanon« literarischer Werke, die landesweit im Unterricht zu behandelnd sind. Diese Liste mit Schullektüre ist für sämtliche Klassen und Schulformen Polens verbindlich. Sie erfuhr in diesem Jahr weitreichende Veränderungen, die unter Pädagogen und Kulturschaffenden für Kopfschütteln bis Entsetzen sorgten. Im Zentrum der Kritik steht Polens rechtsradikaler Bildungsminister, der Vorsitzende der Koalitionspartei Liga der Polnischen Familien, Roman Giertych.

Etliche Werke wurden gestrichen, da sie den moralischen und weltanschaulichen Vorstellungen der nationalistischen Hardliner im Bildungsministerium widersprachen. Fortan werden polnische Schüler nicht mehr mit Fjodor Dostojewski konfrontiert. Franz Kafkas »Der Prozeß« findet sich ebensowenig im neuen Literaturkanon wie Goethes »Faust« oder dessen »Leiden des jungen Werther«. Zudem fie...

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