29.05.2007 / Inland / Seite 5

Rechter Datensammler enttarnt

Neonazi aus Berlin-Pankow stellte Bilder und Namen politischer Gegner ins Internet. Betroffene wollen sich wehren

Lothar Bassermann
Die »Anti-Antifa-Recherche«, das Sammeln von Informationen über politische Gegner, ist ein Arbeitsfeld vieler Neonazigruppen. Ins Visier der Rechten geraten dabei häufig nicht nur autonome Antifaschisten, sondern auch Journalisten, Anwälte und Gewerkschafter. Die Veröffentlichung dieser Daten soll dazu dienen, Neonazigegner einzuschüchtern und deren Gesichter in der rechten Szene bekannt zu machen – beispielsweise für die Planung von Übergriffen. So dilettantisch wie in einem aktuellen Fall im Berliner Stadtteil Pankow gehen die Neonazis aber selten vor.
Auf der Website einer großen deutschen »Internet-Community« erstellte ein Mitglied Ende August 2006 einen Account mit der Bezeichnung »thomas198521«. In seinem Profil rief er dazu auf, »Namen, Adressen oder Bilder« von »Zecken« (Nazijargon für politische Gegner, L.B.) an seine E-Mail-Adresse zu senden. Bereitwillig wurde er von der Pankower Neonazigruppe »Vereinte Nati...

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