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14.05.2007 / Thema / Seite 10

Die Kriegsunterhalter

Über Unterhaltungsprodukte für Leinwand und Bildschirm wird die Militarisierung der Massenkultur vorangetrieben. In der Computerspielindustrie ist das Zusammenwirken von Militär und privatwirtschaftlicher Kreativtechnologie längst institutionalisiert

Peter Bürger
Krieg ist nicht attraktiv. Er erfordert – mehr als alle anderen Produkte – ein äußerst cleveres Marketing. Die Mehrheit der Menschen findet es nämlich überhaupt nicht gut, daß der Zivilisation ausgerechnet zu Zwecken des Massenmordens unendlich viele Ressourcen materieller und geistiger Art entzogen werden. Deshalb müssen vor allem die ökonomische Wurzel des Kriegsapparates und die Interessen der Kriegsprofiteure im Verborgenen bleiben. In der öffentlichen »Kommunikation« erscheint der Krieg als gutes Werk, als saubere Sache und zunehmend auch wieder als ein ewiges Naturgesetz. Die Rolle der Informationsmedien bei diesem Kriegsmarketing ist schon lange Gegenstand der Kritik. Es spricht sich auch immer mehr herum, daß man allein mit dem ethischen Konzept »Friedensjournalismus« das Kommunikationsgeflecht aus Regierungen, Militärs, privaten PR-Agenturen, Massenmedien, Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen nicht aufbrechen kann. Die zentr...

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