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08.02.2007 / 73 / Seite 15

Bitterfelds Biber

Verrufene DDR: Wo nichts mehr wachsen dürfte, retten Naturschützer seit Jahrzehnten Arten. Peter Ibe ist seit 1973 dabei. Eine Reportage

Klaus Hart
Sommer 1998, großer Bahnhof im Aquazoo von Silkeborg. Prinz Henrik von Dänemark und der amtierende Umweltminister Svend Auken weihen ein Biberfreigehege ein. Hunderte Besucher finden die Viecher putzig und kuschlig; wundern sich, daß sie aufrecht gehen, im Stehen Rinde raspeln. Gefangen wurde das Nagerpaar im Biosphärenreservat »Mittlere Elbe« vom ostdeutschen Biberexperten Peter Ibe. Der ist gespannt, was eine landesweite Bevölkerungsumfrage ergibt. Wollen die Dänen jene Tierart wiederhaben, die sie vor Jahrhunderten ausrotteten? Bald kommt aus Kopenhagen grünes Licht. Ende 1999 werden zunächst 18 Tiere geliefert, im folgenden Jahr folgen doppelt so viele. Alle Auswilderungsprojekte, ob in Dänemark, Belgien, Holland oder Hessen, werden von Ibe wissenschaftlich begleitet: »Egal, wo wir auch schon vor der Wende Tiere hinlieferten«, sagt er, »stets verdoppelten sich die Bestände in kurzer Zeit.«

800 M Unkosten

Die mißtrauischen, schlauen Biber zu fangen, wa...

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