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22.01.2007 / Ausland / Seite 7

Blick nach vorn

13. São-Paolo-Forum linker Parteien und Bewegungen Lateinamerikas beendet

Wolfgang Gehrcke und Harald Schindel
Die Spur der Zerstörung fällt dem Besucher in Cuscatancingo sofort in Auge. Rund 120000 Einwohner beherbergt die kleine Stadt, die nur rund 30 Autominuten von El Salvadors Kapitale San Salvador entfernt liegt. Bürgermeister Jaime Recinos von der linken »Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí« (FMLN) kann hier nur den Notstand verwalten, den Jahrzehnte neoliberaler Mißwirtschaft hinterlassen haben. »Wir haben nur einen Arzt, kein Krankenhaus, nur eine Schule, keine Müllabfuhr, keine Abwasserentsorgung«, zählt Recinos auf. Der einzige Brunnen wurde privatisiert, Trinkwasser muß nun teuer gekauft werden. Eine Beerdigung auf dem inzwischen privaten Friedhof kostet umgerechnet 7000 US-Dollar. Die Toten werden andernorts verscharrt.

Solche Zustände hat die Oligarchie nicht nur in El Salvador zu verantworten. Solche Zustände sind auch das Ergebnis jahrhundertelanger Ausplünderung der »neuen« durch die »alte« Welt. Cuscatancingo ist überall. Und deshalb ist de...

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