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06.01.2007 / Ausland / Seite 7

Auf Harmoniesuche

Angela Merkel vermied in Washington um jeden Preis Kritik an der aggressiven US-Politik. Kaum Inhalte bei Beratungen

Rainer Rupp
Anders als beim G-8-Gipfel im vergangenen Jahr hat US-Präsident George W. Bush beim Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington auf eine spontane Rückenmassage verzichtet. »Kein Rückenreiben«, scherzte Bush während eines Fototermins mit Merkel am Donnerstag im Weißen Haus. Beim G-8-Gipfel im Juli in St. Petersburg hatte Bush der Kanzlerin überraschend über Schultern und Nacken gestrichen. Die Videobilder der Kurzmassage wurden zum Renner im Internet.

Auf die Bemerkung von Bush habe Merkel nur mit »einem müden Lächeln« reagiert, schrieb die britische Zeitung Daily Telegraph am Freitag. Der Kanzlerin ging es bei ihrem Blitzbesuch vor allem darum, in Washington ihre Prioritäten für die EU-Präsidentschaft zu erklären, die Berlin am 1. Januar für sechs Monate übernommen hat. Dem innenpolitisch schwer angeschlagenen Bush war die Harmoniesuche der deutschen Kanzlerin offenbar willkommen, konnte er damit sein internationales Prestige beweisen.

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