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04.12.2006 / Ausland / Seite 6

Die Apartheid brechen

Ex-US-Präsident Carter macht Israel für Nahostkonflikt verantwortlich

Andrea Bistrich
Der ehemalige US-Präsident ­James E. Carter hat die israelische Regierung für den andauernden Nahostkonflikt verantwortlich gemacht. Er hält Israel vor, ein Apartheidsystem in der Westbank und in Gaza errichten zu wollen. »Den Palästinensern werden die grundlegendsten Menschenrechte aberkannt, ihr Land wurde erst besetzt, danach beschlagnahmt und dann von den jüdischen Siedlern kolonialisiert«, schreibt der Ex-Präsident in seinem neuesten Buch »Palestine – Peace Not Apartheid«.

Carter, der als Architekt des israelisch-ägyptischen Friedensvertrags von Camp David gilt und 2002 für seine Bemühungen um Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt worden war, engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten für Lösungen im Nahostkonflikt. Auf einer Buchvorstellung in der vergangenen Woche im US-Bundesstaat Virginia erklärte Carter, er hege die Hoffnung, daß durch die Veröffentlichung des Buches nicht nur Diskussionen entstehen...

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