28.11.1998 / Ausland / Seite 0

Entschuldigung nicht ausreichend

Durchs wilde Kurdistan. Ein historischer Streifzug (VI/Schluß)

Anton Holberg

Unzweifelhaft ist der türkische Teil Kurdistans für die Zukunft der nationalen Befreiungsbewegung der Kurden der wichtigste. In der Türkei lebt ungefähr die Hälfte des kurdischen Volkes; die Türkei ist als NATO-Mitgliedsland insbesondere seit dem Sturz des Schah-Regimes nach dem mit ihr auch militärisch verbündeten Israel die wichtigste regionale Bastion des Imperialismus; sie ist ökonomisch das stärkste Land und kontrolliert durch ihre Herrschaft über diesen Teil Kurdistans mit den beiden Flüssen Euphrat und Tigris die Lebensader der Nachbarländer Syrien und Irak.

Die besonders intensive Unterdrückung der kurdischen Identität durch die 1923 gegründete Türkische Republik, eine Unterdrückung, die darin gipfelte, überhaupt die Existenz von Kurden in der Türkei zu bestreiten und sie bis vor wenigen Jahren als »Bergtürken« zu bezeichnen, hat auch die dortige kurdische Nationalbewegung in besonderer Weise geprägt.

Die drei großen Kurdenaufstände der 20er...

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