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02.11.2006 / Ausland / Seite 6

Regierung erteilt Redeverbot

Debatte um eine nukleare Bewaffnung Japans hält an. Friedensbewegungen befürchten Militariserung des Landes

Sebastian Maslow, Sendai
Um die begonnene nationale und internationale Diskussion über eine nukleare Bewaffnung Japans zu beruhigen, erklärte die Regierung am Montag, daß Japan auch weiterhin grundsätzlich am Verzicht auf Atomwaffen festhalten werde. Demnach werde es weder innerhalb der Regierung noch in der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) eine offizielle Diskussion über eine nukleare Option Japans geben. Man werde jedoch niemanden davon abhalten, seine Meinung außerhalb der offiziellen Instanzen zu vertreten, hieß aus Regierungskreisen am Montag weiter.

Angefacht hatte die Debatte um eine nukleare Bewaffnung Japans der Vorsitzende des Ausschusses für politische Grundsatzfragen der LDP, Shoichi Nakagawa, in einer Fernsehtalkshow, eine Woche nach Bekanntwerden des nordkoreanischen Atomwaffentests. Nakagawa erklärte, daß die japanische Verfassung den Besitz von Atomwaffen nicht verbieten würde. »Eine nukleare Bewaffnung könnte andere von einen Angriff auf Japan abhalt...

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