Gegründet 1947 Freitag, 20. September 2019, Nr. 219
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
30.10.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

»Drohung mit Sanktionen meist rechtswidrig«

Erwerbslose haben das Recht auf Bedenkzeit vor Unterzeichnen eines Eingliederungsvertrags. Ein Gespräch mit Harald Thomé

Jana Frielinghaus
Harald Thomé ist Gründungsmitglied von Tacheles e.V. in Wuppertal, einer seit 1994 aktiven Interessenvertretung für Einkommensschwache mit umfassender sozialer und rechtlicher Beratung (www.tacheles-sozialhilfe.de, www.harald-thome.de)

Einige für die Betreuung von ALG-II-Empfängern zuständige Behörden in Berlin und Hamburg händigen Arbeitslosen offenbar häufig auf Gruppenveranstaltungen einheitliche Vordrucke für sogenannte Eingliederungsvereinbarungen aus. Die sollen sie am Ende der Veranstaltung gleich unterschreiben. Wollen sie das nicht, werden ihnen Leistungskürzungen angedroht. In welchem Umfang sind Ihnen solche Verfahrensweisen bekannt?

Wir bekommen aus vielen Bundesländern Informationen, daß das so stattfindet. Aber auch mir sind die meisten Fälle aus Hamburg und insbesondere aus Berlin bekannt.

Sozialverbände halten die einheitl...

Artikel-Länge: 4476 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €