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28.10.2006 / Thema / Seite 4

»Ulises, hau ab«

Seit über fünf Monaten kämpft die Bevölkerung im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca für den Sturz des Gouverneurs

Gerold Schmidt
Auf einmal bricht Carmen Maria García doch zusammen. Anderhalb Tage hat sich die kleine, zierliche Frau, Mutter zweier Kinder, zusammengerissen. Doch als die Schaufeln das Grab ihres Mannes Alejandro auf dem Zentralfriedhof in Oaxaca-Stadt bedecken, verliert sie die Fassung. »Eine Zeit lang keine Losungen mehr schreien«, bitten ihre Familienangehörigen die mehreren hundert Anwesenden. Melancholische Totenlieder alter Frauen richten Carmen wieder auf. »Hay que morir para vivir«. »Man muß sterben, um zu leben«, singt leise dieselbe Trauergemeinde, die zuvor noch wütend gegen den »Mörder Ulises« skandiert hat.

Ulises Ruiz Ortiz. So heißt der Mann, der sich immer noch Gouverneur des im Süden Mexikos gelegenen Bundesstaates Oaxaca nennt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind es seine Schergen, die Alejandro García in der Nacht auf den 14. Oktober an der Straßenbarrikade auf der Avenida Símbolos Patrios im Stadtteil Candiani eine Kugel in den Kopf...

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