16.10.2006 / Ausland / Seite 7

Marionettenspiel in Rangun

Myanmars Verfassungskonferenz kaum mehr als »demokratische« Fassade

Thomas Berger, Bangkok
In Myanmar (Burma) hat die regierende Militärjunta in der vergangenen Woche wieder einmal die Verfassungskonferenz einberufen. Kein Grund zur Aufregung, denn der verfassungsgebende Prozeß dauert bereits 13 Jahre an. Mehr als 1000 von der Junta handverlesene Konferenzmitglieder werden in den nächsten Wochen außerhalb von Rangun erneut beraten. Sie repräsentieren zwar die verschiedenen Ethnien des Vielvölkerstaates, in dem die Burmesen nur 44 Prozent der Einwohner stellen, keineswegs aber die politischen Strömungen. Die Opposition bleibt gänzlich außen vor, vor allem die Nationale Liga für Demokratie (NLD), die 1990 bei den ersten freien Wahlen 80 Prozent der Stimmen holte, aber nie eine Regierung bilden durfte. Oppositionsführerin Suu Kyi, die auch Trägerin des Friedensnobelpreises ist und von ihren Landsleuten als eine Art weiblicher burmesischer Gandhi angesehen wird, hat elf der letzten 17 Jahre unter Hausarrest verbracht. Auch momentan hat das Regime d...

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