05.11.1998 / Ausland / Seite 0

Junta auf der Gewinnerseite

Vom Friedensschluß in Guinea-Bissau profitiert vor allem Nigeria

Torge Loeding, Lissabon

Noch sind keine nigerianischen Truppen in Guinea-Bissau einmarschiert, doch schon haben sie eine wichtige Schlacht gewonnen: Am Montag unterzeichneten Guinea-Bissaus Präsident »Nino« Vieira und Rebellenchef Ansume Mané am Rande der Gipfelkonferenz der »Gemeinschaft der westafrikanischen Staaten« (CEDEAO) in Nigeria einen Friedensvertrag. Der Vertrag sieht eine Erneuerung des bereits im August vereinbarten Waffenstillstandes, den Rückzug aller ausländischen Truppen und das Aufstellen einer »Pufferarmee« von westafrikanischen »Friedenstruppen« an der senegalesischen Grenze vor. Bis zu den in dem Vertrag vereinbarten Wahlen soll eine Übergangsregierung der »Nationalen Einheit« geschaffen werden. Präsident Vieira, 1980 kam er durch einen Putsch an die Macht, soll allerdings vorerst im Amt bleiben. Zu Beginn der CEDEAO-Konferenz am vergangenen Freitag sah es zunächst so aus, als ob eine zügige Einigung ausgeschlossen sei. Doch dann vermittel...

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