08.09.2006 / Thema / Seite 10

Goldfieber in Mittelamerika

Hohe Edelmetallpreise bringen Minengesellschaften auf den Plan

Torge Löding
Verwüstete Mondlandschaften und vergiftetes Wasser, viel mehr bringen Gold- und Silberminen den Menschen nicht, die in Bergbauregionen leben. Nirgendwo auf der Welt. Indigenas, Campesinos, Umweltschützer und Gewerkschafter wehren sich deshalb gegen den neuen Goldrausch der Minenkonzerne in Mittelamerika. Denn sie werden aus ihren Dörfern vertrieben und dort, wo im Zyanidlaugeverfahren zur Goldgewinnung Zyankali, Quecksilber und Blei eingesetzt werden, ist ihr Trinkwasser verseucht. »Für die Gemeinden, in denen ein Bergbaukonzern investiert, wird es ökonomisch keine substantielle Änderung ihrer Situation geben. Sozioökologisch allerdings schon, da Bergbau immer Schäden verursacht. Dort, wo es zuvor Trinkwasser gab, wird vergiftetes Wasser fließen, das Krankheiten hervorruft. Die Anwohner haben viel zu verlieren und nichts zu gewinnen«, sagt der Ökonom Edgardo Mira von CEICOM, dem Zentrum für Investitions- und Handelsrecherche in San Salvador (El Salvador)....

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