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14.07.2006 / Feminismus / Seite 15

Zickenkrieg im Kollektiv

Die Soziologin Sybille Plogstedt hat die Geschichte bundesdeutscher Frauenprojekte von den 70er Jahren bis heute untersucht

Yvonne Klomke
Im Zuge der sogenannten Neuen Frauenbewegung, die sich Ende der 1960er Jahre in der Bundesrepublik herausbildete, sind in vielen Orten der Bundesrepublik Frauenzentren und -projekte entstanden. Sie boten beispielsweise Beratung zum »Abtreibungsparagraphen« 218, Bildungszirkel für Frauen oder gaben Zeitungen heraus. Mit der praktischen Arbeit entwickelten sich in der Folgezeit Frauenkollektive, die mit hohen Ansprüchen antraten: Freiheit, Gleichheit und Schwesterlichkeit, Unabhängigkeit vom Staat, von Männern, von Parteien und Institutionen, von linken Gruppierungen und Parteien, hierarchiefreie Arbeit. Die Protagonistinnen der Bewegung wollten etwas radikal Neues: Frauen arbeiteten ausschließlich mit Frauen und für Frauen. In diesen Ansprüchen lag viel Stoff für Konflikte, wie sich schnell zeigen sollte.



Frauen unter sich
Die Soziologin Sibylle Plogstedt hat ein Buch zur Geschichte der Frauenbetriebe verfaßt und dafür Interviews mit 14 Vertreterinnen diese...




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