20.06.2006 / Ausland / Seite 7

Dem Druck widerstehen

Abchasien, Südossetien und Transnistrien schmieden eine neue Allianz

Tomasz Konicz
Die Präsidenten Abchasiens, Südossetiens und Transnistriens waren in der vergangenen Woche in der abchasischen Hauptstadt Suchumi zu Beratungen zusammengekommen, die vor allem der Intensivierung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit dienen sollten. Die drei Gesprächspartner verbindet nicht nur ihre Gründungsgeschichte – sie sind Produkte des Zerfalls der Sowjetunion –, sondern auch ihre geopolitische Ausrichtung, da die international nicht anerkannten Staaten ihre Unabhängigkeit Anfang der 90er Jahre nur mit russischer Unterstützung erkämpfen konnten und fortan als treue Verbündete Rußlands gelten. Abchasien und Südossetien spalteten sich nach blutigen Bürgerkriegen 1993 und 1992 von Georgien ab, Transnistrien trennte sich 1992 von Moldawien. Alle drei Konfliktherde gelten nach Definition des Europäischen Rates als »eingefroren«: Der brüchige Frieden basiert nur auf Waffenstillstandsverträgen, denn sowohl Georgien wie auch Molda­wien haben ihre Ansprü...

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