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01.06.2006 / Ausland / Seite 3

Unilateral geht nicht mehr

Widerstand gegen US-Außenpolitik wächst: Peking und Moskau zeigen sich zunehmend selbstbewußt. Globales Kräfteverhältnis verschiebt sich – zuungunsten Washingtons

Rainer Rupp
Noch vor wenigen Jahren wären internationale Schlagzeilen wie die aus den vergangenen Wochen undenkbar gewesen. Innerhalb weniger Tage sah sich die US-Regierung gezwungen, bei gleich zwei ihr außenpolitisch zentralen Fragen klein beizugeben: Erstens gelang es dem »Nahost-Quartett«, dem neben den USA Rußland, die EU und die UNO angehören, die Bemühungen Washingtons zu stoppen, der palästinensischen Autonomiebehörde den Geldhahn komplett abzudrehen. In der Iran-Frage schließlich manövrierte sich die Bush-Administration im UN-Sicherheitsrat vollkommen ins Abseits, China und Rußland stellten sich quer. Unfähig, wie gewohnt unilateral zu handeln, ließ sich Washington daraufhin von seinen europäischen Verbündeten widerwillig »überzeugen«, sich erneut mit Sanktionen oder gar mit Militärschlägen gegen den Iran zurückzuhalten und statt dessen auf den Ausgang der nächsten Verhandlungsrunde zwischen Teheran und dem EU-Trio Frankreich, Deutschland und Großbritannien ...

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