Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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16.05.2006 / Feuilleton / Seite 12

In den Drei-Akkord-Ruinen

Kritik und Selbstkritik: Auf »Living with war« möchte Neil Young die USA ins Paradies führen

Rainer Balcerowiak

Neil Young hat sich irdischen Rezensionsbemühungen schon längst entzogen. Wer wie er in seiner nunmehr über 40 Jahre währenden Karriere einige der besten und einige der schlechtesten Alben der Rockgeschichte zu verantworten hat, ist über jegliche Form der Krittelei und Nörgelei erhaben und braucht auch keine Lobhudeleien mehr. Mit unerbittlicher Konsequenz zelebriert er sein Privileg, aus sehr individuellen Empfindungen in kürzester Zeit einen weltweit millionenfach verbreiteten Tonträger zu destillieren. Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit prallen an diesem Titan ebenso ab, wie Zweifel an seiner Fähigkeit zur musikalischen Innovation. In dieser quasi entmaterialisierten Sphäre des Pop-Business ist man recht einsam. Auf Augenhöhe mit dem Meister des Semi-Kastratengesangs und der Schmerzgitarre befindet sich nach dem Tod von Johnny Cash wohl nur noch Lou Reed.

Das macht ihn unangreifbar. Wenn jemand vor nicht allzulanger Zeit die Einschränkungen der Bürg...

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