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29.04.2006 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Was ist schon typisch deutsch?«

Heinz Buschkowsky über verfehlte Forderungen an Migranten und notwendige Integrationsleistungen, allgemeinen Werteverfall und die politischen Möglichkeiten im Berliner Problembezirk Neukölln

Markus Bernhardt

Heinz Buschkowsky (SPD) ist Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln. Der Diplom-Verwaltungswirt wurde am 31. Juli 1948 in Berlin-Neukölln geboren, wo er seit seiner Geburt lebt. Er trat 1973 der SPD bei und widmet sich seit nunmehr über 27 Jahren der Berliner Kommunalpolitik. Seit dem 1. Dezember 2001 ist Buschkowsky als Bezirksbürgermeister in Neukölln tätig, wo er mit den Stimmen einer Zählgemeinschaft aus SPD, PDS und Grünen gewählt wurde.

In den vergangenen Wochen wurde nahezu täglich über Ihren Bezirk berichtet. Glaubt man der Berichterstattung, ist der Alltag in Berlin-Neukölln maßgeblich von Gewaltexzessen, sogenannten Ehrenmorden und sozialer Verwahrlosung geprägt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) verglich Teile Neuköllns gar mit amerikanischen Slums. Wie regiert es sich in einem Slum?

Ich regiere keinen Slum! Ich bin Bürgermeister eines Berliner Bezirkes. Die Äußerung des Bundesinnenministers hat mich zutiefst verärgert. Sie wir...

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