24.04.2006 / Ausland / Seite 6

Beweise des Terrorismus

Bei einem Exilkubaner in Los Angeles wurde ein enormes Waffenarsenal gefunden. Nun sind US-Behörden und -Regierung in Erklärungsnot

Deisy Francis Mexidor, Havanna

Der Fund erstaunte selbst die FBI-Beamten. Im Rahmen von Ermittlungen wegen einer Schießerei durchsuchten sie Mitte des Monats das Haus des Exilkubaners und ehemaligen US-Militärs Robert Ferro in Los Angeles. Bei der Routinekontrolle fanden sie mehr als erwartet: In seinem Wohnhaus lagerte Ferro über 1000 Waffen. Der Fund an sich war schon brisant. Doch spätestens die Aussage des 61jährigen machte den Fall zu einem Politikum. Bei den Verhören gab Ferro an, der antikubanischen Terrororganisation Alpha 66 anzugehören. »Was wird das FBI nun tun?«, frage die kubanische Tageszeitung Granma vor wenigen Tagen. Eine Antwort blieb bislang – wie zu erwarten – aus. Nach jüngsten Erkenntnissen will die US-Staatsanwaltschaft noch nicht einmal Anklage gegen den notorischen Terroristen erheben.

Sie folgt damit der eigenen Tradition. Anfang der 90er Jahre war Ferro schon einmal ins Visier der US-Justiz geraten. Damals wurde ihm vorgeworfen, ein p...

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