20.04.2006 / Ausland / Seite 3

Die Stunde der Patrioten

Der Ring um US-Vizepräsident Cheney und US-Verteidigungsminister Rumsfeld zieht sich zusammen

Jürgen Elsässer
Die Kritik am US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld reißt nicht ab. Im Zentrum der Vorwürfe stehen dessen autoritärer Führungsstil und gravierende Fehleinschätzungen bei der Kriegführung im Irak, aber auch die geplante Aggression gegen den Iran.

Trotz der Rückendeckung durch Präsident George W. Bush bei einer Pressekonferenz am Dienstag hat sich die Lage Rumsfelds nicht wesentlich verbessert. Der demokratische Senator Dick sprach sich am selben Tag für den Rücktritt des Ministers aus und brachte die Idee einer symbolischen Vertrauensabstimmung im Senat im Verlaufe der nächsten Woche ins Gespräch.

Gegen ein Iran-Abenteuer

Seit Anfang März haben sechs pensionierte Generäle die Demission Rumsfelds gefordert – allesamt militärische Haudegen mit Kampferfahrung bis in die jüngste Zeit (siehe Aufstellung in der Spalte). Mittlerweile gibt es Anzeichen, daß die Empörung der Exgeneräle auch auf das aktuelle Oberkommando übergreift. So will der Nachrichtendie...

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