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15.04.2006 / Thema / Seite 4

Unter Schmugglern, Partisanen und Bombenlegern

Durchs wilde Kurdistan zu Frühjahrsbeginn. Beobachtungen im türkisch-iranisch-irakischen Grenzgebiet

Nick Brauns
Der Kommandant der türkischen Militärpolizei »Jandarma« empfängt uns am Checkpoint auf der Straße von Van nach Hakkari mit dem Gestus eines Kolonialoffiziers: »Was wollen Sie in Hakkari? Dort leben nur Terroristen und Barbaren. Fahren Sie lieber nach Antalya. Das ist für Touristen.«

Die im iranisch-irakischen Grenzgebiet gelegene Provinz Hakkari ist das Armenhaus der Türkei. 7121 Quadratmeter groß, 266061 Einwohner. »Die Gegend von Hakkari ist die gebirgigste, verlassenste Ecke unseres Landes. Sie ist umgeben von unzugänglichen Bergen ohne Straßen. Die Berge, die das Gebiet von allen Seiten einschließen, erreichen eine Höhe von bis zu 4000 Metern«, heißt es einem alten Tourismusführer der Zeitung Milliyet. »An vielen Orten verwandeln sich die Täler zu engen Schluchten. Zu den kleinen Ortschaften und Dörfern fahren nicht einmal im Sommer Motorfahrzeuge.«

Im Herbst 2005 erschütterte eine Serie von Bombenexplosionen Hakkari. Zentrum der Anschläge war Semdinl...



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