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10.09.1998 / Inland / Seite 0

Die Verdrängung der Schwächeren

Auf Sand gebaut. Unsoziale Hauptstadtpläne ohne Fundament. Teil XI: Die Planwerk-Autoren erträumen sich den kapitalkräftigen »neuen Stadtbürger«

Hans G Helms

Zwischen Potsdamer Platz und Alex, zwischen Checkpoint Charlie und Spreebogen manifestiert sich die ökonomische Eroberung der Ostberliner Immobilie, wo immer man hinschaut. Entmündigt und ausgegrenzt wird durch die im Planwerk dokumentierte »Wende« zum »neuen Bürger« die Majorität der Berliner Gesamtbevölkerung, jene 80 Prozent der Population, die immer noch zur Miete wohnen. Von einer dem Planwerk innewohnenden neuen Klassenteilung spricht Joachim Oellerich, ein sehr gebildeter Taxifahrer und Aktivist der Berliner MieterGemeinschaft: »Planwerk Innenstadt stellt den besitzenden Stadtbürger als Eigentümer ins Zentrum der Entwicklung und begünstigt damit natürlich eine Situation, die für die Mieter negativ ist, weil zunehmend zwei Klassen Wohnende erzeugt werden. Zielstellung ist, aus der Mieterstadt Berlin eine Eigentümerstadt zu machen.« Ex officio verkündet Staatssekretär Hans Stimmann das Ableben der Mieterstadt wie des sozialen Wohnungsbaus und den ros...

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