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27.08.1998 / Feuilleton / Seite 0

Desinformanten

Erich Schmidt-Eenboom über willige BND-Helfer in BRD-Medien

Arnold Schölzel

Bis zum Regierungsantritt Willy Brandts 1969 betrachtete die CDU die Bundesrepublik mit einigem Recht als Parteieigentum. Für den BND, im bayerischen Pullach ansässig, gilt das mehr oder weniger bis heute: Aus einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für davongekommene Wehrmachts- und SS-Chargen wurde im Laufe der Jahre eine Altersversorgungseinrichtung der CSU - unabhängig davon, welches Parteibuch der BND-Präsident gerade hat. Gewollt oder ungewollt - nach außen wird das Bild einer bräsigen, von obskuren Seilschaften und durchgeknallten Antikommunisten bestimmten Pannen-Behörde gemalt. Von Waffenhandel, Mord und Verfolgung einzelner Personen ist selten die Rede. Auch Schmidt-Eenboom erwähnt nur am Rande, wie z. B. zwei BND-Leute für den Abschuß eines afghanischen Regierungsflugzeuges plus Video in den 80er Jahren 10 000 Dollar zahlten. So war das schon unter Reinhard Gehlen und hörte unter Klaus Kinkel nicht auf.

1969 mußte sich der Dienst mit der neuen Reg...

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