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15.02.2006 / Ansichten / Seite 2

»Wir streiken, bis sich die Gegenseite bewegt«

Am Klinikum Aachen haben am Dienstag 600 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Immer mehr schließen sich an. Ein Gespräch mit Marion Leonhardt

Ralf Wurzbacher

* Marion Leonhardt ist Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Gesundheitswesen bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

F: Sie sind seit Montag morgen als Unterstützerin bei den Streikenden des öffentlichen Dienstes an der Universitätsklinik in Aachen. Wie ist die Stimmung vor Ort?

Außerordentlich gut. Der Entschluß zum Arbeitskampf hat unter den Beschäftigten zu einer richtigen Belebung geführt, weil sie sich erstmals in so großer Zahl getraut haben, gegen das Diktat der Arbeitgeber Widerstand zu leisten. Die Bediensteten haben seit 2001 durch die Umwandlung der Klinik in eine Anstalt öffentlichen Rechts keine Tarifbindung mehr. In der Folge wurde die Arbeitszeit bei Neueinstellungen einseitig auf 41 Wochenstunden erhöht. Das könnte mittelfristig den Wegfall von 380 Stellen nach sich ziehen. Zudem verdienen die Kolleginnen und Kollegen weniger als in den kommunalen Krankenhäusern. Man merkt, daß es den Betroffenen endgültig rei...

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