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07.01.2006 / Titel / Seite 1

Palast im Bausumpf

Berlin: IG BAU erhebt schwere Vorwürfe gegen Firma, die den Zuschlag für den Abriß des Palastes der Republik erhalten hat. Senatorin wiegelt ab

Rainer Balcerowiak

»Die Zeit des Moratoriums ist vorbei, die Zeit des Abrisses ist gekommen« Ohne ein gewisses Pathos ging es auch bei Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nicht, als sie am Freitag in Berlin die Modalitäten der »Rückbauarbeiten« am Palast der Republik erläuterte, mit deren Beginn in etwa zwei Wochen zu rechnen ist.

Doch noch bevor die ersten Gerüstbauer ihre von großen Teilen der Bevölkerung nicht gewollte Arbeit aufnehmen werden, wird diese Baumaßnahme bereits von einem handfesten Skandal überschattet. Bereits am Donnerstag hatte die Baugewerkschaft IG BAU mitgeteilt, daß der Senatorin bereits seit Mitte Dezember bekannt ist, daß gegen die Firma, die als Konsortialführerin den Zuschlag für die eigentlichen Abrißarbeiten erhalten hat, vom Hauptzollamt wegen Verstößen gegen das Entsendegesetz und das Berliner Vergabegesetz ermittelt wird. Am Freitag legte die Gewerkschaft nach und präsentierte Unterlagen, aus denen hervorgeht, da...

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