Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
17.11.2005 / Ausland / Seite 3

Mit Phosphor und Folter

US-Verteidigungsministerium gesteht Einsatz von Chemiewaffen in Falludscha ein. Mehr als 170 Iraker in Bagdader Geheimgefängnis mißhandelt

Rüdiger Göbel

Über ein Jahr hat die US-Armee Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen im Irak dementiert und entsprechende Anschuldigungen von Einwohnern und Ärzten der Stadt Falludscha zurückgewiesen. Noch am Dienstag veröffentlichte die britische Zeitung The Independent einen Brief des US-Botschafters in Großbritannien, Robert Tuttle, in dem dieser bekräftigte, »US-Streitkräfte setzen Napalm oder Weißen Phosphor nicht als Waffen ein«. Am Mittwoch schließlich sorgte das Pentagon für Schlagzeilen. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeirums, Oberstleutnant Barry Venable, räumte gegenüber BBC überraschend den Phosphor-Einsatz ein: »Wir benutzen es in erster Linie als Verdunkler, für Rauchvorhänge oder zur Markierung von Zielen. Es ist aber auch als Brandwaffe gegen feindliche Kämpfer eingesetzt worden«, fügte er hinzu. Weißer Phosphor, im Militärslang »Willy Pete« genannt, sei nützlich, um Aufständische aus Positionen zu vertreiben, die nicht mit normaler Artillerie...

Artikel-Länge: 4446 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €