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13.10.2005 / Feuilleton / Seite 12

Heute, gestern, vorgestern

Psychose und Politik: Erstmals in deutscher Bearbeitung zeigt ein Dokfilm das Vermächtnis der Reggae-Ikone Peter Tosh

Andreas Thomas

Am 11. September jähren sich so manche Massaker. An die Twin Towers und ihre Toten werden wir wohl noch ein paar Jahrzehnte lang termingerecht erinnert werden, der CIA-Mord an Salvador Allende und der blutigen Militärputsch in Chile von 1973 wird weit weniger registriert. Und wer weiß noch von der Hinrichtung des Peter Tosh am 11. September 1987? Und überhaupt. Wer war nochmal Peter Tosh eigentlich?

Mick Jagger müßte es noch wissen, denn wie wir im Dokumentarfilm »Peter Tosh – Stepping Razor« erkennen können, ist er es, der sich mitten im Auftritt dieses Rastamans an dessen Seite vorzappelt, um gemeinsam mit ihm ein Reggae-Duett zu singen, in einem Stadion irgendwo in den USA. Er war es auch, der den Jamaikaner für die Restwelt »entdeckte«, ihn der Plattenindustrie zuführte, ihn zu einem reichen Rastafari machte – und zu einem künstlerisch ausgebeuteten.


Gitarre als Gewehr

Peter Tosh vereinigte quasi alle einschlägigen Reggae-Attribute auf sich...






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