Schwarzer Kanal
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30.09.2005 / Ausland / Seite 9

Putins neuester Coup

Gasprom schluckt Sibneft: Mit Zuckerbrot und Peitsche vergrößert Rußlands Präsident den staatlichen Ölsektor. Oligarchen werden eingeknastet oder ausbezahlt

Dieter Schubert

Auf den internationalen Energiemärkten ist Gasprom eine Macht. Der staatlich kontrollierte russische Konzern ist nicht nur die Nummer eins der Gasbranche. Mit der am Mittwoch bekanntgewordenen Übernahme von Sibneft spielt Gasprom zukünftig auch bei der Erdölförderung eine starke Rolle. Gleichzeitig stärkt dieser Kauf den staatlichen Einfluß auf dem russischen Energiemarkt.

Die Rückeroberung der Staatshoheit über die strategisch entscheidenden Ölressourcen, läßt sich Moskau etwas kosten. So zahlt Gasprom dem Vernehmen nach knapp elf Milliarden Euro für die Mehrheit am viertgrößten Erdölförderer Rußlands. Das ist eine erkleckliche Summe für eine der kruden Figuren unter den russischen Neureichen, den Oligarchen Roman Abramowitsch. Der Typ hatte sich in den wüsten Jelzin-Zeiten mit nichts als Trickserei, Kaltschnäuzigkeit und der Tatsache, an der richtigen Stelle gewesen zu sein, saftige Teile des füheren sowjetischen Staatseigentums angeeignet. Jetzt ve...

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