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07.09.2005 / Ansichten / Seite 8

»Beim Discounter Lidl herrscht ein Klima der Angst«

Laut ver.di müssen Beschäftigte unentgeltliche Mehrarbeit leisten. Gewerkschaftskampagne geht weiter. Ein Gespräch mit Orhan Akman

Wolfgang Pomrehn

* Orhan Akman ist Sekretär des Fachbereichs Handel im Bezirk München der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

F: Ende Juli hat der Discounter Lidl in München die Mitarbeiterin Andrea K. entlassen – offensichtlich, weil sie einen Betriebsrat gründen wollte. Wie ist es dazu gekommen?

Die Kollegin hatte sich an ver.di gewandt, weil sie in ihrer Filiale in Berg am Laim einen Betriebsrat aufbauen wollte. Wir haben ihr Unterstützung zugesagt und sind, um Repressalien im Betrieb vorzubeugen, an die Öffentlichkeit gegangen. Das heißt, wir haben die Presse informiert und gleichzeitig Paten aus dem öffentlichen Leben angeworben, die versprachen, die Lidl-Kolleginnen und -Kollegen zu unterstützen. Unter anderem konnten wir den Münchener Oberbürgermeister Christian Ude, Ecco Meineke von der »Lach- und Schießgesellschaft« und den Präsidenten des PEN-Zentrums Deutschland, Johano Strasser, gewinnen.

Für den 14. Juli hatten wir von ver.di zu einer Betriebsversamm...





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