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06.09.2005 / Feuilleton / Seite 12

Die neue Wende

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge

Wer jetzt noch nicht die Wände hochgegangen ist, der wird es bei der nächsten Wende tun, denn dagegen waren die zwei letzten Wenden – Kohls »geistig-moralische« und das Einverleiben der DDR durch die BRD – geradezu ein Honigschlecken. So ähnlich sieht das der Direktor des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, Meinhard Miegel, in seinem Buch »Epochenwende«, das vor wenigen Tagen ausgeliefert wurde.

Hinter dem schlichten Titel verbergen sich »knallharte Fakten«, wie distinkte Meinungen immer lieber genannt werden. Miegel mault nicht nur über das Ende des europäischen Kolonialismus (1917 bis 1968), vor allem in Asien. Die dort »aufstrebenden Völker« nämlich, so beweist er glasklar, läuten jetzt wirklich das Ende »der westlichen Dominanz über den Erdball« ein.

Wir haben es hier mit einer regelrechten Völkerpsychologie (in regierungsberatender Manier) zu tun. Deswegen veröffentlichte die FAZ Miegels Kernthesen, bevor der Autor sie – gerade ...



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