Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
06.09.2005 / Ansichten / Seite 8

Stimmungswandel

Bundesweiter Protest gegen »Hartz IV«

Sebastian Gerhardt

Anders als während des Versuchs eines »Agenturschlusses« Anfang des Jahres wurden die Demonstranten beim gestrigen »Hartz-Schluß« eher freundlich empfangen. Bei den gestreßten Beschäftigten der Arbeitsagenturen, aber auch bei deren Vorgesetzten und Politikern trafen sie nicht auf Abwehr. Keine martialischen Polizeieinsätze, sondern ein Gesprächsangebot beim Amtschef. Es hat sich einiges geändert in dieser Republik. Aber was?

Offensichtlich muß Armut in den Zeiten von »Hartz IV« kein Grund mehr sein, sich zu verstecken. Denn Armut versteht man neuerdings nicht mehr als außerordentliche Abweichung, als Beweis individuellen Scheiterns. Armut ist in den Zeiten von »Hartz IV« vielmehr eine öffentliche Normalität geworden, ein Schicksal, das jeden treffen kann. Deshalb ist der Protest gegen »Hartz IV« öffentlich akzeptiert – wie die Armut auch.

Doch die Ausgrenzung ...



Artikel-Länge: 2725 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €