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10.08.2005 / Ausland / Seite 3

Die Welt in der Ölfalle

Preis für den strategischen Rohstoff Nummer eins im Steigflug. Hauptverbraucher USA »sichert« seine Versorgung. Schnelle Verknappung möglich

Dieter Schubert

Am Montag kostete ein Faß (159 Liter) Rohöl in New York erstmals über 64 US-Dollar. Mit einer Steigerung um mehr als 40 Prozent innerhalb eines Jahres droht der Ölpreis das wirtschaftliche Gefüge der Welt zu sprengen. Börsenanalysten begründen Preissteigerungen in der Regel mit Ereignissen oder Befürchtungen, die sich auf die USA beziehen. »Knappe Raffineriekapazität«, »Beginn der Wirbelsturmsaison«, oder »Bevorratung mit Heizöl für den Winter« heißt es dann. Die Sicherung der Ölversorgung in den Vereinigten Staaten dominiert den Preis. Das klingt plausibel. Sind die USA doch der mit Abstand größte Verbraucher des fossilen Rohstoffes.


Steigender Verbrauch


Zwischen New York und Los Angeles wird jährlich mehr Öl verbraucht als in China, Japan, Rußland, Indien und Deutschland zusammen. 2004 konsumierten die USA 927 Millionen Tonnen der flüssigen Kohlenwasserstoffe. Das ist gut ein Viertel der Weltproduktion und gegenüber 2003 eine Erhöhung um 2,1...



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