13.07.2005 / Feuilleton / Seite 13

Verdammt, dachte ich

In Martin Jankowskis Erzählungen lernen Maulwürfe fliegen

Anne Katrin Hahn

Ich lernte Laura Mitte der 80er Jahre auf einer FDJ-Versammlung an der Humboldt-Universität kennen, wo sie wegen mangelnder Studiendisziplin gerügt wurde. Mit gelangweiltem Blick ließ sie die Tiraden über sich ergehen. ›Mit Maulwürfen diskutiere ich nicht über das Fliegen am Himmel. Ihre Perspektive ist mir zu düster‹, sagte sie, als sie aufgefordert wurde, sich zu den Vorwürfen zu äußern, und sie verließ lächelnd den Saal. Entrüstung und Gelächter vermischten sich zu einem Geräusch der allgemeinen Erregung, als die Tür krachend hinter Laura ins Schloß fiel. Ich begriff, daß ich mich in diese Frau verliebt hatte ...«

Martin Jankowski debütierte 1999 mit seinem Roman »Rabet oder das Verschwinden einer Himmelsrichtung« im Via Verbis Verlag, nun folgt der Erzählungsband »Seifenblasenmaschine« im Schwartzkopff Verlag. Ein griffiger Paperbackband im schwarzen, den ostelbischen Leser an die Spektrum-Reihe gemahnenden Hochformat. Sein Inhalt könnte fesselnde...

Artikel-Länge: 3278 Zeichen

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