01.06.2005 / Inland / Seite 5

Frei für einen Euro

In Hamburg dürfen sich jetzt auch Journalisten für 100 Cent pro Stunde verdingen und damit die ehemaligen Kollegen überflüssig machen

Andreas Grünwald

Ein-Euro-Jobber scheinen jetzt auch die Medien zu erobern. Zumindest ist in Hamburg ein »Medienpool« entstanden, in dem 120 arbeitslose Journalisten und Mediengestalter als Ein-Euro-Journalisten arbeiten sollen. Das Ziel, so Dr. Peter Müller, Vorstandsvorsitzender des neuen Trägers, bestünde darin, diese als selbständige »freie Honorarjournalisten oder Mediengestalter« fit zu machen. Müllers Ein-Euro-Journalisten sollen mit Dumpingpreisen in einen Markt drängen, der schon jetzt vor prekärer Beschäftigung nur so strotzt. Müller will seine Jobber über »Praktikumsstellen« auch in Printmedien oder Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Institutionen einsetzen.

Drei Assessment-Verfahren zur Auswahl der insgesamt 120 Jobber haben am 27. Mai begonnen und sollen bis zum 1. Juli abgeschlossen sein. Schwerpunkte der neuen Billigjobber sind dann die Bereiche Wissenschaftsjournalismus und Mediengestaltung. Unterstützt vom Ratgeberverlag – einem medizi...

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