20.04.2005 / Ausland / Seite 6

Reingewinn und Ruin

Coca-Cola Indien gibt sich in seinem Werbeauftritt sozial engagiert und umweltfreundlich. Die Realität vor allem im Umfeld der Abfüllanlagen sieht jedoch anders aus

Gerhard Klas, Neu Delhi

Am Dienstag fand die jährliche Aktionärsversammlung von Coca-Cola im US-amerikanischen Wilmington im Bundesstaat Delaware statt. Wie in den Jahren zuvor war sie auch diesmal wieder Adressat zahlreicher Proteste. Gewerkschafter werfen dem Unternehmen Komplizenschaft bei Attentaten auf und Folterungen von Gewerkschaftsaktivisten in Kolumbien vor. Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten kritisieren die Ausbeutung und Verschmutzung von Grundwasser in Mexiko, Ghana und Indien. Dort hat eine Protestbewegung erreicht, daß Coca-Cola die Produktion in einer seiner größten Abfüllanlagen im Lande bereits vor mehr als einem Jahr einstellen mußte.


Werbung mit Filmstars

»Ich bin aufrichtig davon überzeugt, daß wir hier in Indien als verantwortungsbewußtes Unternehmen, als verantwortliche und umweltbewußte Bürger genau das Richtige tun«, sagt Sanjiv Gupta. Er ist seit mehr als zwei Jahren Präsident und Geschäftsführer von Coca-Cola in Indien. Das Richtige tun heißt...




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