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05.04.2005 / Ausland / Seite 6

Der Papst und der Erzbischof

Während die katholische Kirchenspitze um die Macht schachert, wurde am Wochenende in El Salvador der Ermordung Oscar Romeros gedacht

Harald Neuber

Nicht allein der Tod von Karol Wojtyla bewegte am vergangenen Wochenende die katholische Kirche. Nach tagelangen Gedenkveranstaltungen in ganz Lateinamerika erinnerte am Samstag auch die katholische Kirche in El Salvador offiziell an den gewaltsamen Tod des Befreiungstheologen Oscar Romero vor 25 Jahren. Dem Mord war eine systematische Hetzkampagne der salvadorianischen Rechten vorausgegangen, die der nun verstorbene Papst mit seiner Politik von Rom aus wohlwollend unterstützt hatte.


Option für die Armen

Als Wojtyla nach seiner Papstwahl 1978 seine strikt antikommunistische Politik ausbaute, verstärkte er parallel dazu seine Kritik an der Befreiungstheologie. Nachdem die lateinamerikanische Bischofskonferenz im kolumbianischen Medellín 1968 den Kampf gegen die Armut ins Zentrum des christlichen Auftrages gerückt hatte, wurden die Befreiungstheologen in Rom schließlich geradezu als verkappte Kommunisten gemieden. Verstärkt wurde die Feindschaft, a...




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