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23.03.2005 / Titel / Seite 1

Paris kippt 35 Stunden

Frankreich: Parlamentsbeschluß zur Arbeitszeit. Regierung gibt sich bei Lohnverhandlungen für Staatsbedienstete kompromißbereit

Christian Giacomuzzi, Paris

Ungeachtet massiver Proteste von Hunderttausenden Franzosen hat das Pariser Parlament längere Arbeitszeiten auf den Weg gebracht. Die Nationalversammlung nahm am Dienstag mit den Stimmen der bürgerlichen Regierungsmehrheit ein Reformgesetz zur 35-Stunden-Woche an, mit dem Verlängerungen der Wochenarbeitszeit auf bis zu 48 Stunden ermöglicht werden. Die Opposition stimmte gegen das Gesetz. Die Norm der 35-Stunden-Woche wird mit dem Gesetz formal zwar nicht aufgehoben. Allerdings sind zahlreiche Ausnahmeregelungen vorgesehen, die zwischen Unternehmern und Beschäftigten bzw, deren Vertretern ausgehandelt werden sollen.

Nach den Massenprotesten und Arbeitsniederlegungen vom 10. März hat die französische Regierung am Dienstag zugleich die Lohnverhandlungen mit den Vertretern der öffentlichen Verwaltung wieder aufgenommen. Der Minister für den öffentlichen Dienst, Renaud Dutreuil (UMP), empfing am Nachmittag in Paris Vertreter der sieben bedeutendsten Gew...

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