14.03.2005 / Ansichten / Seite 8

»Frauenmagazine blenden gesellschaftliches Leben aus«

Online-Magazin Frida erhielt Alternativen Medienpreis. Gängige Zeitschriften liegen meilenweit neben den Bedürfnissen der Frau. Ein Gespräch mit Gabriele Bärtels

Gabriele Hooffacker

* Die Journalistin Gabriele Bärtels gibt in Berlin das Online-Magazin Frida heraus: www.frida-magazin.de. Es wurde am Freitag in Nürnberg mit dem Alternativen Medienpreis 2005 ausgezeichnet.

F: Was fehlt Ihnen bei den gängigen Frauenmagazinen?

Gesellschaftspolitische Themen. Zum Beispiel wird nirgends die Tatsache erwähnt, daß Frauen mittlerweile zu wenig Kinder gebären, niemand fragt, warum das so ist. Kinder kommen in Frauenmagazinen nicht vor. Mir fehlen Interviews und Porträts von all den verschiedenen Menschen auf der Welt, die keine Schauspieler sind. Würde sich ein Marsmensch nur anhand dieser Magazinen ein Bild der Frau machen wollen – er läge meilenweit daneben.

F: Warum bringen Frauenmagazine solche Themen nicht?

Ein Beispiel: Ich schlug der Textchefin eines Hochglanz-Frauenmagazins einmal folgendes Psychothema vor: Warum fällt es Frauen nach einer Trennung so schwer, sich emotional vom Ex-Mann zu verabschieden? Die Antwort der Text...







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