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11.03.2005 / Feuilleton / Seite 13

Dschihad-Export

Vom Brotschlangenmassaker in Sarajevo zu den einstürzenden Neubauten in New York. Den Gotteskriegern auf der Spur

Rüdiger Göbel

Am 11. März 2004 kamen bei einer blutigen Anschlagserie auf Vorortzüge in Madrid 192 Menschen ums Leben, mehr als 1500 wurden verletzt. Wie konnte das Schreckliche vor einem Jahr passieren, wer hat den islamistischen Terroristen die Tür nach Europa geöffnet? Diese und viele andere Fragen stellt Jürgen Elässer in seinem neuen Buch »Wie der Dschihad nach Europa kam. Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan«, das in dieser Woche erschienen ist. Die Antworten des jW-Autors sind hochbrisant, bürsten sie doch nicht zuletzt die westliche Balkanpolitik und -Berichterstattung der vergangenen 15 Jahre gegen den Strich.

Spannend wie ein Thriller, akribisch und detailliert beschreibt Elsässer, wie die US-Geheimdienste in den neunziger Jahren auf dem Balkan islamische Terrorgruppen aufbauten – gerade so wie zuvor die Mudschaheddin in Afghanistan – und damit den Krieg eskalierten, die Kampfhandlungen verlängerten und letztlich das Leid der Bevölkerung vergröße...

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