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02.03.2005 / Ausland / Seite 3

Machtpoker in Beirut

Nach dem Rücktritt der libanesischen Regierung unter Premier Karami fordert die Opposition den Totalrückzug Syriens. USA schwärmen bereits von »Zedernrevolution«

Jürgen Cain Külbel

Nach Massenprotesten im Libanon ist das pro-syrische Kabinett unter Omar Karami zurückgetreten. Der Premier legte das Amt am Montag abend während einer Sondersitzung des Parlaments nieder, in der die Opposition einen Mißtrauensantrag einbringen wollte. Die wirft Karamis und der syrischen Regierung Verstrickung in den Mord am früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri am 14. Februar vor. Karami erklärte, »Ich freue mich, daß die Regierung kein Hindernis für jene sein will, die das Gute für dieses Land wollen«, und fügte hinzu, daß er »nicht weiter im Amt bleiben und sich diese Anschuldigungen anhören wolle«. In Beirut feierten über 50 000 Regierungsgegner den Rücktritt als »großen Sieg der Oppositionsbewegung« und drängten auf Abzug von rund 14 000 syrischen Soldaten. Im Norden des Landes gab es erste gewalttätige Proteste. Bewaffnete Anhänger Karamis griffen in Tripoli Häuser zweier Oppositionsabgeordneter an, feuerten mit Sturmgewehren in die Luft, wobei ...

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