Der Schwarze Kanal
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18.02.2005 / Ausland / Seite 15

Arm trotz Erwerbsarbeit

Immer mehr Frauen verdienen in der Schweiz nicht genug zum Leben. Der Anteil der Alleinerziehenden hat sich verdoppelt. Kinder werden immer häufiger zum Armutsrisiko

Susanne Bachmann

Etwa eine Viertelmillion Menschen lebt in der Schweiz unter dem Existenzminimum, obwohl sie arbeiten. Und die Zahl dieser sogenannten working poor nimmt in der Schweiz weiter zu. Das sind die Ergebnisse einer gerade veröffentlichten Nationalfondsstudie. Bei den Alleinerziehenden hat sich der Anteil auf rund 75000 verdoppelt und beträgt nun dreißig Prozent. Bleiben nach Abzug der Kosten für Wohnung und Gesundheit weniger als tausend Franken im Monat, spricht man von working poor. Das trifft auf 7,5 Prozent der Erwerbstätigen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren zu, insgesamt rund 250000 Menschen (Stand 2001). Zählt man die Haushaltsmitglieder dazu, steigt die Zahl der betroffenen Personen auf weit mehr als eine halbe Million, darunter 232000 Kinder.

Nationalität und Geschlecht sind wichtigste Merkmale: Für Menschen ohne Schweizer Paß und für Frauen ist das Risiko besonders hoch, trotz Erwerbsarbeit kaum ausreichend Mittel zum Leben zu haben. Auch Kinder s...

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