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16.02.2005 / Ausland / Seite 6

Privatunternehmen Libanon

Der saudische Milliardär Hariri nutzte seinen Job als Ministerpräsident vor allem zum eigenen Vorteil und kontrollierte nahezu den gesamten Staat

Jürgen Cain Külbel

Rafik Hariri, ehemaliger libanesischer Ministerpräsident, einer der 100 reichsten Männer auf dem Globus, wurde am Montag in Beirut Opfer eines Autobombenanschlages. Der TV-Sender Al Dschasira strahlte ein Bekennervideo aus, in dem die unbekannte Islamistengruppe »Sieg und Heiliger Krieg in der Levante« Hariri als »Tyrannen« und »Agenten« Saudi-Arabiens bezeichnete, von einer »widerhallenden Märtyreraktion« sprach und weitere Anschläge gegen »Ungläubige, Abtrünnige, Tyrannen« ankündigte.

Selbsternannter Vermittler

Der 1944 in Sidon geborene Hariri emigrierte 18jährig nach Saudi-Arabien, gründete eine Baufirma, gewann das Vertrauen des Königshauses, für das er prunkvolle Paläste errichtete und so über Nacht Milliardär und en passant saudischer Staatsbürger wurde. 1975 begann im Libanon ein Bürgerkrieg, der 100 000 Menschenleben kostete und mit der Okkupation des Landes durch israelische Truppen endete. Der Saudi Hariri lud als selbsternannter Parlam...



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